8c auf Spuren der Römer in Aschaffenburg

EULE

von Lilian (8c)

Schon die Ankunft am Pompejanum war beeindruckend: Ein gepflegter Garten lag vor uns und in dessen Mitte stand das große, gelbe Gebäude. Es sah aus, als hätte man es aus einer früheren Zeit einfach hergeholt und dann dort vergessen. Da kam auch schon die Führerin unserer Gruppe und wir begannen die Führung zusammen mit Frau Kreher und Herrn Syndikus. Die Führerin machte uns auf architektonische Besonderheiten und Merkmale der damaligen Zeit aufmerksam und erklärte auch, warum hier, an der Rekonstruktion einer Villa aus Pompeji, doch manches anders gestaltet werden musste, als es damals wahrscheinlich aussah. Am Eingang fand sich anstatt einer Türmatte ein aufwendiges Mosaik, auf dem ein wilder, gefährlicher Hund abgebildet war mit der Unterschrift „Carve Canem“, was so viel bedeutet wie „nimm dich in Acht vor dem Hund“. Dies war der Eingang, den Sklaven und andere Untergebenen benutzten. Der Hund sollte als Abschreckung dienen.

Sobald man durch diesen Eingang tritt, fiel einem zuerst das Wasserbecken auf (in dem heute allerdings kein Wasser mehr ist), das auch Atrium genannt wird. Wie wir später erfuhren, war dieses Wasserbecken nicht einfach nur zum Baden da, sondern vor allem und ankommende Gäste zu beeindrucken und aus diesem Grund war in der Mitte eines solchen Wasserbeckens auch meistens eine wertvolle Statue oder auch einfach eine Kiste mit Schätzen aufgestellt. Manchmal waren in solchen Kisten jedoch keine Schätze und diese prunkvollen Truhen waren einfach nur zum Angeben da. Und wenn im Winter das Atrium mit warmem Wasser gefüllt war, reichte die Wärme bis zu den Gästezimmern.

Als nächstes wurden wir dann nach oben zu den Zimmern der Familie geführt. Dort war aber auch schon alles für ein kleines Rollenspiel vorbereitet: Einer aus unserer Gruppe würde in die Rolle des Hausherrn schlüpfen und somit auch in dessen Gewänder, während der andere den Sklaven spielen würde. Der Hausherr trug eine Toga, die, wie die beiden bei dem Versuch sie anzuziehen feststellten, schwierig zu wickeln war. Da musste man schon wissen, was man tut. Das war damals die Aufgabe eines Sklaven. Nachdem es die beiden dann wieder aus ihren Gewändern geschafft hatten, statteten wir der Küche einen Besuch ab. Dort standen überall riesige Amphoren und auch seltsame Küchenutensilien. Wir lernten einige von diesen besser kennen und mit welchen traditionell römischen Gerichten sie verbunden waren. Und schließlich wurde uns auch das typisch römische Gewürz „Garum“ vorgestellt. Es roch nicht gerade gut und ich glaube, ich möchte gar nicht wissen wie es schmeckt.

Zum Abschluss wurde uns noch der kleine Garten im Inneren des Hauses gezeigt. Es ist nicht die Art von Garten die man kennt, sondern es war ein gemalter Garten. Insgesamt war es ein sehr interessanter Aufenthalt und vor allem für ältere Schüler geeignet. Nachdem wir dann nochmal durch die Gartenanlagen gelaufen waren, hatten wir alle noch etwas Zeit bevor unser Zug zurückfahren würde, also haben sich die meisten ein wenig in der Stadt umgesehen und auch ein Eis geholt. Einige Zeit und verspätete Züge später, waren wir dann auch schon wieder in Darmstadt.

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